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Ist Ihr Auto winterfit?

Im Kfz-Betrieb kann das Fahrzeug winterfit gemacht werden. Foto: ProMotor/T. Volz

Manche Ereignisse überraschen jedes Jahr aufs Neue: Ostern, Weihnachten – oder der erste Wintereinbruch. Also nicht darauf warten, sondern vorbereitet sein. Sonst droht wieder eine eiskalte Überraschung.

Nein, keine Sorge, jetzt kommt nicht der alte Tipp, die Türschlösser gegen Frost zu schützen. Denn die hat kaum noch ein Auto, dafür gibt’s die Fernbedienung. Aber wenn deren Reichweite merklich nachlässt, ist die kleine Batterie darin wahrscheinlich am Ende. In der kalten Manteltasche lässt die Leistung dann noch mehr nach, also lieber jetzt austauschen.

Auch die Autobatterie verlangt nun etwas Fürsorge. Kurbelt sie bereits bei warmem Wetter den Motor nur noch müde durch, sollte die Werkstatt sie umgehend prüfen. Denn nichts ist ärgerlicher als ein Auto, das nicht anspringt.

Allerhöchste Eisenbahn ist es inzwischen für die Montage der Winterreifen. Denn mit dem Nachtfrost kommt meist auch die Reifglätte, dann ist „geeignete Winterbereifung“ vorgeschrieben – also Winter- oder zumindest Ganzjahresbereifung mit Schneeflocken-Symbol. Tipp: Weniger als vier Millimeter Profil sollte diese nicht haben und nicht älter als acht Jahre sein, sonst reicht die Griffigkeit für glatte oder schneebedeckte Fahrbahnen nicht mehr aus.

Ebenfalls ganz oben auf der To-Do-Liste: Frostschutz. Und zwar für die Scheibenwaschanlage, denn wenn die einfriert, wird die Fahrt bei frostigem Schmuddelwetter sofort zum Blindflug. Deshalb nach dem Einfüllen der Frostschutzmischung gleich mal die Anlage betätigen, damit auch die Leitungen bis zu den Düsen durchgespült sind – und den Heckwischer nicht vergessen.

Um den Frostschutz des Motors kümmert sich bei jeder Inspektion die Werkstatt. Wartungsmuffel sollten also auch daran denken, denn eingefrorenes Kühlwasser kann nicht nur zum Platzen des Motorblocks führen, sondern auch – so paradox es klingt – zum Überhitzen.

Ebenfalls nicht zu vernachlässigen: die Rostgefahr. Zwar korrodieren moderne Autos deutlich weniger als früher. Aber tiefe Lackstellen, die bis aufs Blech reichen, sorgen in Verbindung mit Streusalz immer noch schnell für braune Pickel. Also mit einem passenden Lackstift austupfen oder bei größeren Schäden, die Fachleute in der Werkstatt beauftragen.

Ärgerlich sind auch zerrissene Türdichtungen, die irgendwann mal angefroren waren und nun Regen und Wind ins Auto lassen. Damit das gar nicht erst passiert, alle Tür- und Haubendichtungen satt mit einem Silikon- oder Glyzerin-haltigen Pflegestift einreiben.

Viele Werkstätten bieten derzeit günstige Winterfit-Angebote und kümmern sich um die Technik. Dann bleibt nur noch, vorsorglich eine warme Wolldecke im Auto zu verstauen, und der Winter kann kommen.