Köln ohne Autos ist eine „Stadt ohne Herz“

Kfz-Obermeister Rolf Mauss wehrt sich entschieden gegen Reker-Vorhaben

„Das Auto auf dem kalten Weg aus der Stadt zu eliminieren ist keine Option.“ Mit diesen Worten wandte sich Rolf Mauss gegen die Pläne der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, in der Innenstadt verstärkt Autospuren zu sperren und großflächiges Tempo-30 einzuführen. „Für viele Menschen gibt es keine zumutbare Alternative zum Auto“, betont der Obermeister der Kölner Kfz-Innung. Deshalb müsse deren individuelle Mobilität gewährleistet sein und bleiben.

Gerade in der aktuellen Zeit beweise das Auto seinen besonderen Stellenwert. Busse und Bahnen sind seit Wochen leer aus berechtigter Sorge vor Ansteckung. Radverkehr ist nur für kurze Strecken und Schönwetter eine bedingte Alternative. „Im Vorteil ist daher, wer das Auto nehmen kann“, erklärt Mauss. Viele Menschen seien auf das Auto angewiesen, um mobil zu bleiben. In der schwierigen Zeit habe man vor allem diejenigen im Fokus, die alles am Laufen halten, nicht zuletzt das Pflege- und Krankenhauspersonal“. Mauss wörtlich: „Der Pfleger kommt nicht auf dem Rad.“ Mit Blick nach vorne bekräftigt der Kfz-Obermeister, dass für eine attraktive Innenstadt Geschäfte erreichbar bleiben müssen, auch mit Autos. Fahrzeuge sollten Teil einer urbanen Vitalität bleiben. Mit gesperrten Straßen werde Köln eine „Stadt ohne Herz“.

Die gültige Regelgeschwindigkeit von 50 km/h reiche, so Mauss weiter, völlig aus. „Dort, wo es sinnvoll ist, werden bereits heute Tempo 30-Zonen ausgewiesen – so aus gutem Grund vor Schulen, Kindertagesstätten und Seniorenheimen“, meint der Obermeister. Weitere Maßnahmen seien auch in Corona-Zeiten unverhältnismäßig. „Wenn Radfahrer sich diszipliniert verhalten, hintereinander und auf der richtigen Straßenseite fahren, sollte der nötige Abstand kein Problem sein.“ Dann sei auch genug Platz für alle auf den Straßen. Zeitlich begrenzte Regeln stifteten dagegen Verwirrung zulasten der Sicherheit im Straßenverkehr. Die Kosten für die Einrichtung seien zudem an anderer Stelle besser angelegt.

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