Technische Ausbildung im Kraftfahrzeuggewerbe

Kfz-Servicemechaniker / Kfz-Servicemechanikerin

Servicemechaniker

Im Mittelpunkt des bundesweiten Ausbildungsberufes „Kfz-Mechatroniker” stehen Diagnose- und Instandhaltungsarbeiten an Kraftfahrzeugen, die durch ein komplexes Zusammenwirken zwischen mechanischen und elektronischen Komponenten gekennzeichnet sind. Diese Anforderungen verlangen in den 3,5 Ausbildungsjahren von Berufseinsteigern einen qualifizierten Schulabschluss.

Neben diesen komplexen Tätigkeitsfeldern haben die Kfz-Werkstätten jedoch überwiegend klassische Service- und Wartungsaufgaben zu erfüllen, wie zum Beispiel das Ersetzen von Aus­puffanlagen, Bremsanlagenteilen etc. Diese erfordern die Vermittlung von Inhalten, wie sie auch im Beruf des Kfz-Mechatronikers für das 1. und 2. Ausbildungsjahr gefordert sind. Mit einer Ausbildungszeit von 2 Jahren zum Kfz-Servicemechaniker kann damit ein attraktives und zukunftssicheres Berufsbild angeboten werden, um praktisch begabten Jugendlichen eine gute Einstiegschance in das Kfz-Gewerbe zu gewährleisten.

 

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Wer darf den Kfz-Servicemechaniker ausbilden?

Alle Kfz-Betriebe, die mit dem Kfz-Technikerhandwerk in die Handwerksrolle der örtlich zuständigen Handwerkskammer eingetragen sind und deren Ausbildungsstätten sich in Nordrhein-Westfalen befinden. Eine Liste von Ausbildungsbetrieben finden Sie hier.

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Welche Qualifikationen werden vom/von der Kfz-Servicemechaniker/-in verlangt?

  • Wartung und standardisierte Prüf- und Einstellarbeiten an Fahrzeugen, Systemen sowie Betriebseinrichtungen
  • Wiederkehrende Montage-, Demontage- und Instandsetzungsarbeiten an Fahrzeugen und Betriebseinrichtungen
  • Durchführung von Service- und Pflegearbeiten an Fahrzeugen
  • Eingrenzung und Beurteilung von leicht lokalisierbaren Störungen und Schäden an Fahrzeugen
  • Aus- und Umrüstung von Zubehör und Zusatzeinrichtungen
  • Situationsgerechte Kommunikation mit Kunden
  • Planung und Kontrolle von Arbeitsabläufen
  • Anwendung von qualitätssichernden Maßnahmen

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Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Dauer der Ausbildung beträgt 2 Jahre.

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Wie sieht die Ausbildungsstruktur aus?

Der zweijährige Beruf „Kfz-Servicemechaniker” vermittelt die Fertigkeiten und Kenntnisse, die benötigt werden, um an Kraftfahrzeugen standardisierte Diagnose-, Instandhaltungs- und Service­arbeiten durchzuführen. Der betriebliche Ausbildungsrahmenplan ist inhaltlich identisch mit dem 1. und 2. Jahr des Ausbildungsrahmenplanes des Berufes „Kfz-Mechatroniker”.

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Was lernt der Kfz-Mechatroniker mehr?

Der Kfz-Mechatroniker lernt ab dem 3. Ausbildungsjahr in seiner gewählten Fahrzeugart (Pkw, Lkw, Motorräder) die Durchführung komplexer Instandsetzungen und Fehleranalysen sowie Diagnosestrategien in vernetzten Systemen.

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Welche Prüfungen sind durchzuführen?

Am Ende des 1. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt, die eine qualifizierte praktische Aufgabe beinhaltet.

Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab (staatlich anerkannter Abschluss), deren Aufbau und Anforderung inhaltlich der Zwischenprüfung des Kfz-Mechatronikers entspricht. Es sind drei Arbeitsaufgaben, die einem Kundenauftrag entsprechen, zu lösen. Zu den Arbeitsaufgaben ist ein Fachgespräch zu führen. Bei der Ermittlung des Prüfungsergebnisses sind die Arbeitsaufgaben mit 75 und das Fachgespräch mit 25 Prozent zu gewichten.

Die Prüfung ist bestanden, wenn mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden.

Wird die Berufsausbildung zum Kfz-Mechatroniker weitergeführt, wird das Ergebnis der Abschlussprüfung zum Kfz-Servicemechaniker als Teil 1 der Abschlussprüfung zum Kfz-Mechatroniker anerkannt.

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Welches Eingangsniveau müssen die Bewerber besitzen?

Geeinigt haben sich das Deutsche Kfz-Gewerbe NRW und die IG Metall NRW darauf, dass Bewerber maximal den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 (A) erworben haben. Bewerber mit einem höher qualifizierten Schulabschluss sollen direkt den Beruf des Kfz-Mechatronikers mit einer Ausbildungszeit von 3,5 Jahren erlernen.

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Wie kann sich der Kfz-Servicemechaniker weiterqualifizieren?

Zum Kfz-Mechatroniker

Unmittelbar nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Kfz-Servicemechaniker hat jeder Auszubildende die Ent­scheidungsfreiheit, eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker fortzuführen. Die Fortführung sollte im erstausbildenden Betrieb erfolgen. Übernimmt der erstausbildende Betrieb nicht die weiterführende Ausbildung, wird mit Hilfe der Handwerksorganisation ein alternativer Ausbildungsbetrieb ermittelt. Kommt auch auf diesem Weg kein Ausbildungsvertrag zustande, wird die Ausbildung in einer überbetrieblichen Einrichtung durchgeführt. Diese Ausbildung wird aus Landesmitteln finanziert.

Andere Berufe

Bei den Berufen „Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker”, „Mechaniker für Karosserieinstand­haltungstechnik”, „Mechaniker für Landmaschinentechnik”' und „Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik” kann der Abschluss mit 18 Monaten angerechnet werden.

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Welche Vergütung wird gezahlt?

Im Rahmen der bestehenden Tarifverträge werden die zukünftigen Kfz-Servicemechaniker während der Lehrzeit vergütet wie ihre Kfz-Mechatroniker-Kollegen.

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Wann fiel der Startschuss für diesen Ausbildungsberuf?

Seit dem 1. August 2004 erprobt das Kfz-Gewerbe in Nordrhein-Westfalen die Einführung des neuen zweijährigen Ausbildungsberufes „Kfz-Servicemechaniker/-in“ für die Kfz-Branche.
Der Erprobungszeitraum umfasst 9 Jahre.