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Das "Helle Beifahrer"-ABC
Das "Helle
Beifahrer"-ABC
Adaptive Kurvenlicht-Systeme
kombinieren Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Dynamischem Kurvenlicht und
Statischem Abbiegelicht. Mit diesem System lässt sich die Reichweite
des Abblendlichts in Kurven nahezu verdoppeln. Der Autofahrer erkennt
den Verlauf der Kurve frühzeitig und kann seine Fahrweise anpassen.
Bi-Xenon-Scheinwerfer erzeugen
Abblendlicht und Fernlicht aus einer Lampe. Der Vorteil: Das Fernlicht
reicht weiter und leuchtet den Straßenrand deutlich besser aus. Das
breite und intensive Fernlicht gibt mehr Sicherheit auf freier Strecke.
Ein deutliches Sicherheitsplus bieten Bi-Xenon-Scheinwerfer als
Adaptives Kurvenlicht-System.
Dynamisches Kurvenlicht ist für
Kurvenradien bis ca. 200 Meter ausgelegt. Die Scheinwerfer werden über
das Lenkrad und die Geschwindigkeit gesteuert: Während die Scheinwerfer
bei hohem Tempo sekundenschnell dem Lenkradeinschlag folgen, arbeitet
die Schwenkmechanik bei niedrigem Tempo langsamer, um das Licht so zu
verteilen, wie es der Autofahrer benötigt.
Dynamische Leuchtweitenregulierung
stellt die Leuchtweite des Xenon-Scheinwerfers dynamisch ein und passt
sich automatisch dem Ladegewicht, der Ladeverteilung, den
Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgängen an. Das gewährleistet gute
Sichtverhältnisse und vermeidet die Blendung des Gegenverkehrs.
Fernlichtassistenten schalten durch
einen in den Innenspiegel integrierten Kamerasensor automatisch das
Fernlicht ein, wenn die Straße nicht ausreichend beleuchtet ist, und
schaltet bei vorausfahrendem oder Gegenverkehr automatisch wieder ab.
Licht-Emittierende-Dioden (LED) sind
in den USA als Scheinwerfer bereits zulässig, in Europa steht eine
Zulassung noch aus. Signalfunktionen im Scheinwerfer wie Positions- und
Tagfahrlicht sind auch in Europa erlaubt. LED halten länger, fallen
seltener aus, reagieren schnell und benötigen je nach Funktion bis zu
80 Prozent weniger Energie.
Licht-Kontroll-Systeme mit
Xenon-Licht bieten eine variable Lichtverteilung. Ein auf GPS
gestütztes Navigationssystem ermöglicht, innerhalb geschlossener
Ortschaften automatisch mit einem breiten Lichtband zu fahren, das auch
Bürgersteige ausleuchtet, und außerhalb mit starkem, gebündeltem
Lichtkegel. Die intelligente Lichtsteuerung verfügt über schwenkbare
Xenon-Scheinwerfer. Das System erkennt, wenn sich das Auto kurz vor
einer Kurve befindet und leuchtet selbsttätig die Straßenführung
optimal aus.
Lichtsensoren messen mit Hilfe einer
Fotozelle die Lichtverhältnisse der Umgebung und schalten bei Dämmerung
automatisch das Abblendlicht ein.
Müdigkeits-Warnsysteme erkennen eine
Übermüdung des Fahrers. Einer Kamera überwacht dazu die Augen und den
Lidschlag des Fahrers. Die Müdigkeitsstufen können in wach, müde und
schläfrig eingeteilt werden. Das System warnt den Fahrer je nach Grad
der Müdigkeit, durch unterschiedlich starke Akustik- oder Lichtsignale.
Nachtsichtgeräte leuchten mit einem
Infrarot-Fernscheinwerfer das Blickfeld vor dem Fahrzeug aus -
unsichtbar für den Menschen. Eine Kamera nimmt die Fahrszene auf. Das
Nachtbild erscheint auf einem Monitor oder wird mit einem
Headup-Display in die Windschutzscheibe projiziert. Aktive Systeme
beleuchten das Sichtfeld bis ca. 150 Meter - vergleichbar mit
Xenon-Fernlicht. Passive Systeme erkennen die Wärme von bis zu 300
Meter entfernten Fußgängern oder Tieren mit einer Wärmebildkamera.
Regenlicht schaltet das Fahrlicht
selbständig ein, wenn der Scheibenwischerhebel länger als fünf Sekunden
auf "langsames Wischen" steht. Befindet sich der Scheibenwischerhebel
nicht länger als vier Minuten auf "langsames Wischen" oder
"Intervall-Wischen" wird die Funktion deaktiviert.
Regensensoren registrieren Wassertropfen auf der
Windschutzscheibe. So groß wie eine Streichholzschachtel werden sie
innen an der Scheibe angebracht. Die Elektronik erkennt Wassertropfen
ebenso wie die Stärke des Niederschlags und steuert die Scheibenwischer
mit optimalen Intervallen und Geschwindigkeiten. Aktiviert wird der
Regensensor am Lenkstockhebel. Die neueste Generation lässt sich auch
zum automatischen Schließen von Fenstern und Schiebedach nutzen.
Regen-Licht-Sensoren sind neben
dem Regensensor mit einem zusätzlichen Umgebungslicht-Sensor
ausgestattet. Die Elektronik kann das Fahrlicht steuern. Bei Dunkelheit
oder der Einfahrt in einen Tunnel schaltet sich das Licht ohne Zutun
des Fahrers ein. Auch die automatische Scheinwerfer-Reinigungsanlage
arbeitet nach dem Prinzip.
Statisches Abbiegelicht ist für
kleinere Kurvenradien ausgelegt: Wenn der Fahrer bei einer
Geschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern zum Abbiegen blinkt
oder durch enge Kurven fährt, schaltet es sich dem Abblendlicht zu. Das
übernimmt ein Reflektor mit Halogenlampe, der das Licht zur Seite
richtet. Das Ausschalten geschieht jedoch nicht schlagartig, sondern
dimmt langsam auf und wieder ab.
Totwinkel-Warner berechnen die
Position, den Abstand und die Fahrtrichtung von Fahrzeugen auf
benachbarten Fahrspuren. Ein Symbol im Außenspiegel warnt den Fahrer.
Das System basiert auf Radarsensoren, die links und rechts hinter dem
Heckstoßfänger angebracht sind.
Vorausschauende Sicherheitssysteme
beobachten das Fahrzeugumfeld mit Sensoren. Das intelligente Netzwerk
erkennt Gefahren früher und präziser als ein Mensch und bereitet das
Auto auf die maximale Schutzwirkung vor. Wenn der Fahrer auf die
Warnsignale reagiert, hat das System längst alles getan, damit die
Brems- oder Lenkaktionen des Fahrers erfolgreich sind. Es bremst, wenn
notwendig, auch ohne sein Zutun. Lässt sich ein Unfall nicht
verhindern, ist das Auto auf den Aufprall vorbereitet: Airbags,
Sicherheitsgurte und Kopfstützen sind optimal auf ihren Einsatz
eingestellt.
Xenon Scheinwerfer enthalten hauptsächlich das Edelgas
Xenon und werden mit einer hohen elektrischen Spannung gezündet. Im
Vergleich zur Halogenlampe steht der mehr als doppelte Lichtstrom zur
Verfügung - und das bei um ein Drittel reduzierter Leistungsaufnahme.
Xenon Scheinwerfer strahlen so hell und weiß wie Tageslicht.
Notrufnummern in Europa
Ende letzten Jahres wurde die "112" als allgemeine
Festnetz-Notrufnummer in den Ländern der Europäischen Union
flächendeckend eingeführt, mit Ausnahme von Bulgarien. Unter der
bekannten Nummer ist bei einem Notfall im Ausland sogar Hilfe in der
eigenen Sprache zu erwarten.
Im Rest Europas herrscht weiterhin ein
uneinheitliches Nummerngewirr. So haben etwa Mazedonien, Montenegro,
Russland und Serbien nach wie vor eigene Notrufnummern. In den
Nicht-EU-Ländern Norwegen und Schweiz ist nur die Polizei unter der
"112" erreichbar. Handy-Nutzer können dagegen stets die Nummer wählen,
die auch ohne SIM-Karte und PIN in den meisten Ländern der Welt
funktioniert.
Erdgas oder Autogas?
Angesichts der aktuellen Kraftstoffpreise suchen immer mehr Autofahrer
nach Auswegen. Aber eine Alternative ohne Infrastruktur ist nichts
wert. Erste Wahl für Umsteiger ist daher, auf Kraftstoffe auszuweichen,
die schon jetzt ausreichend angeboten werden: Erd- und Autogas.
Autohersteller bevorzugen die Erdgasvariante
für die Ausrüstung ab Werk. Denn um Erdgas optimal zu verbrennen, muss
der Motor entsprechend modifiziert werden. Wer mit Erdgas fahren
möchte, kann auch zu Nachrüstlösungen greifen. Die Nachrüstung ist bei
Erdgasfahrzeugen jedoch aufwendig und die Kosten liegen bei 4.000 bis
5.000 Euro. Für die Nachrüstung von Benzinmotoren ist daher Autogas die
erste Wahl. Der Umbau ist technisch einfacher und kostengünstiger. Ein
entscheidender Vorteil liegt darin, dass der Tank oft Platz sparend in
der Reserveradmulde untergebracht werden kann.
Beide Varianten benötigen einen speziellen Umbau am Auto. Mischen kann
man die beiden Gassorten nicht. Das liegt an den stark
unterschiedlichen Drücken, mit denen die beiden Gassorten im Auto
gespeichert werden. Wo liegt der Unterschied? Für wen sind sie
interessant? Welche Zukunft haben sie?
Weitere Informationen zum Thema Erdgas und Autogas unter www.cleverfahren.de.
